#26 „Und morgen in das kühle Grab“ von Mary Higgins Clark

Nicholas Spencer der Leiter eines renommierten Forschungslabors verschwindet von einem Tag auf den anderen spurlos. Als sich noch alle Welt fragt, wie es denn nun mit seinen bahnbrechenden Forschungen rund um einen Impfstoff gegen Krebs weiter gehen soll, platzt die große Bombe. Anscheinend ist das Medikament unwirksam und zu allem Überfluss soll Nicholas auch noch Millionen unterschlagen haben. Damit nimmt die Tragödie ihren Lauf. Der Aktienkurs fällt ins Bodenlose. Vor allem die vielen Kleinanleger aus Nicholas privatem Umfeld stehen vor dem Ruin. Mit riesigen Renditen vor Augen haben sie teilweise ihr ganzes Erspartes in die Aktien der Firma investiert. Der früher so beliebte Nicholas ist überall unten durch.

Als die Journalistin Marcia DeCarlo damit beginnt die Hintergründe der Geschichte  zu recherchieren, ahnt sie noch nicht in welche Gefahr sie sich damit begibt.

Tja, was soll ich sagen, mal wieder ein typischer Mary Higgins Clark Roman. Wunderbare Geschichte, spannend erzählt und bis zum Schluss offen. Sie ist eine Meisterin des Thrillers. Anscheinend kann man jedes Buch von ihr empfehlen, auch ohne es je gelesen zu haben.

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#25 „Der Täter“ von John Katzenbach

Der pensionierte Detektive Simon Winter ist nach all den Jahren in denen er sich berufsbedingt mit dem Tod auseinander setzen musste des Lebens überdrüssig. Ohne Familie und Freunde droht er das Opfer der Einsamkeit im Alter zu werden. Gerade in dem Moment als er mit seiner alten Dienstwaffe am Kopf mit seinem Leben abschließen will, klopft es an der Tür. Es ist seine betagte Nachbarin Sophie Millstein, die ihm völlig aufgelöst eine Geschichte erzählt, die ihn vorerst von seinen Selbstmordgedanken abhalten wird.

Der Schattenmann hat während des 2. Weltkrieges untergetauchte Juden in Berlin aufgespürt und an die Deutschen ausgeliefert. Auch Sophie war diesem Mann seinerzeit begegnet und glaubt das sie ihn in Florida wiedergesehen hat. Sie befürchtet er sei gekommen um sie als Zeugin seiner Gräueltaten zu beseitigen. Für Simon gewinnt die Geschichte aber erst an Gewicht als er am nächsten Tag erfährt, dass seine Nachbarin umgebracht wurde. Bei seinen Recherchen trifft er weitere Überlebende, die Sophies Geschichte bestätigen und ihn bitten bei der Suche nach dem Schattenmann zu helfen. Simon willigt ein und die Suche nach einem Mann, den 50 Jahre niemand mehr gesehen hat, beginnt.

Nachdem ich schon des öfteren ein Buch von John Katzenbach in der Hand hatte, habe ich mit der „Der Täter“ jetzt auch endlich mal eines gelesen. Das Buch trifft genau meinen Geschmack, wenn es um Thriller geht. Die Geschichte ist weder zu einfach noch zu kompliziert gestrickt. Die Handlung erscheint realistisch und bleibt spannend bis zum Ende. Sie ist nicht unnötig spektakulär oder übertrieben blutrünstig. Mir hat es sehr gut gefallen und daher werden die anderen Bücher des Autor auf meiner (langen) TODO-Liste landen.

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#24 „Das Element“ von Jose Rodrigues Dos Santos

Nachdem ein Wissenschaftler in der Antarktis erschossen wird, soll der Kryptologe Tomas de Noronha eine geheime Botschaft des Täters für Interpol entschlüsseln. Damit wird er, ohne es zu ahnen, in eine großangelegte globale Verschwörung verwickelt, die nicht weniger als die Zerstörung der Erde zur Folge hätte.

Das Buch hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Einerseits ist es spannend geschrieben und behandelt mit der Zukunft der Energieversorgung ein äusserst brisantes Thema. Dies wird noch verstärkt durch verschiedene Hinweise des Autors, das alle wissenschaftlichen Hintergründe des Romans auf Tatsachen beruhen. Allerdings ist die Auflösung einiger wichtiger Details so offensichtlich, das schnell klar wird, wohin sich die Geschichte bewegt. Völlig überflüssig ist in meinen Augen der Handlungsstrang, der Tomas Mutter betrifft. So bewegend auch dieser Part der Geschichte ist, sie passt überhaupt nicht ins Gesamtgeschehen.

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#23 „Der Befehl“ von Scott Turow

Der Journalist Stewart Dubinski weiss eigentlich nicht viel über die Beteiligung seiner Eltern am 2. Weltkrieg. Bisher war ihm nur bekannt das sein Vater als Militäranwalt gedient und seine Mutter in einem Konzentrationslager kennen und lieben gelernt hat. Als sein Vater stirbt, findet er beim Aufräumen alte Briefe und Aufzeichnungen aus der Kriegszeit, die die Familiengeschichte in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Stand sein Vater wirklich vor einem Krigesgericht, weil er aus Liebe zu seiner Mutter alles aufs Spiel gesetzt hatte?

Das Buch von Scott Turow ist wie es der Buchrücken verspricht: Fesselnd wie Grisham und Bildgewaltig wie Spielberg. Es erzählt die Geschichte des unerfahrenen Militäranwalts David Dubin, der unbedingt in den 2. Weltkrieg ziehen will, um seinem Land zu dienen. Nachdem er in den ersten Monaten durch die Juristerei weit weg vom eigenlichen Kriegsgeschehen seine Nützlichkeit für sein Vaterland in Frage stellt, gerät er
plötzlich in den Sog der Kampfhandlungen und bereut nicht nur einmal, das er trotz aller Widerstände seiner Eltern zur Army gegangen ist. Scott Turow zeigt in beeindruckenden Bildern einmal mehr, das in einem Krieg selbst der vermeintliche Gewinner auf der Verliererseite steht. Es zeigt auf wozu Menschen fähig sind, wenn die Verzeifelung oder Not nur groß genug ist. Einerseits bewundert man die unglaublichen Geschichten von Menschen, die selbst in aussichtslosesten Situationen aufgrund ihres Lebenswillens
überlebt haben und andererseits scheitert man immer wieder an der Frage, warum Menschen in solchen Situationen zu Tieren werden und zu Dingen fähig sind, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, wozu ich in den dargestellten Extremsituationen fähig wäre und wo meine Grenzen sein könnten. Abgesehen davon, das ich für mich keine Antwort gefunden habe, weil diese Dinge einfach unvorstellbar sind, habe ich mich einfach nur darüber gefreut, das wir derzeit, zumindest in Europa, von solchen Zuständen weit entfernt sind und in absehbarer Zeit hoffentlich auch bleiben.

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#22 „Preis der Schuld“ von Michael Harvey

Der ehemalige Polizist Michael Kelly ist überrascht als sein alter und mittlerweile pensionierter Partner John Gibbons plötzlich in seiner Detektei auftaucht und ihn um seine Hilfe in einem alten Vergewaltigungsfall bittet. Aber schon am nächsten Tag wird sein Kollege erschossen aufgefunden und Michael gerät schnell unter Verdacht selbst darin verwickelt zu sein. Bei seinen weiteren Ermittlungen trifft er sowohl auf alte Gegenspieler, die ihm weiterhin das Leben schwer machen als auch auf Weggefährten aus seinem früheren Polizistenleben und irgendjemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, das der Schnüffler die Wahrheit ans Tageslicht bringt.

Ich fand Michael Harveys Schreibstil anfangs etwas holprig, habe aber schnell erkannt, das er gut zur Geschichte und dem beschriebenen Milieu passt. Es geht um die ewig neue Geschichte des berühmten Ex-Bullen, der sich jetzt als Detektiv durchs Leben schlagen muss und dabei nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs ist. Als Hintergrund dienen die nicht ganz so populären Stadtteile des guten alten Chicago, in denen bereits Al Capone sein Unwesen trieb. Der Fall selbst ist komplex, wirkt dabei nicht zu konstruiert und bleibt bis zum Schluß spannend. Ganz nebenbei hat mir das eher düstere Buch trotzdem Lust auf Chicago gemacht, das nun ganz weit oben auf meiner Liste mit Reisezielen steht.

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#21 „Risk“ von Scott Frost

Lieutenant Alex Delillo hat noch mit den Aktionen ihrer rebellischen Tochter zu kämpfen, als in ungewöhlich schneller Abfolge Menschen sterben müssen. Als sie zusammen mit ihrem neuen Partner Harrison einen jungen Mann von dem Tod durch einen Sprengsatz rettet, muss sie feststellen das ihre Tochter entführt wurde. Im Gegensatz zu ihren Kollegen sieht Alex sofort eine Zusammenhang zwischen den Toten, dem vereitelten Sprengstoffanschlag und der Entführung ihrer Tochter. Schneller als ihr lieb ist, wird sie selbst zum Opfer des Attentäters und steht bald vor der grausamster Entscheidung, die sie jemals treffen musste.

Scott Frost erzählt „Risk“ ausschließlich aus der Perspektive von Lt. Delillo. Daher tappt der Leser ebenso lange im Dunkeln wie die Hauptheldin der Geschichte. Damit bleibt die Spannung bis zum Schluß erhalten, sodass es schwer fällt das Buch überhaupt zur Seite zu legen. Ich könnte mir das Buch als perfekte Vorlage für einen Film vorstellen, zu dem man Knabberzeug reichen sollte, damit vor lauter Spannung die Fingernägel nicht daran glauben müssen.

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#20 „Seit er tot ist“ von Nicci French

Gerade noch war Ellie mit der Zubereitung des Abendessens beschäftig als es an der Tür klingelt. Dort stehen 2 Polizistinnen um ihr mitzuteilen das ihr Mann Greg bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Als wenn das alleine nicht schon schlimm genug wäre,  muss sie auch noch verstört zur Kenntnis nehmen, das eine ihr unbekannte Frau zusammen mit ihrem Mann im Auto gestorben ist.  Alles sieht danach aus, als hätte Greg eine Geliebte gehabt, von der niemand wusste. Von dem Gedanken besessen zu beweisen, das ihr Mann ihr treu war und nur sie geliebt hat, nimmt Ellie eigene Ermittlungen auf. Dabei verstrickt sie sich selbst immer weiter in einem Dickicht aus Lügen und Verrat. Als ein weiterer Mord passiert gerät Ellie schließlich selbst unter Verdacht.

„Seit er tot ist“ ist mein erster Roman von Nicci French. Die Geschichte ist rafiniert geschrieben, ohne das sie zu kompliziert oder wohlmöglich unglaubwürdig wird. Das Autorenduo verzichtet dabei ganz auf Effekthascherei und vertraut ganz dem Plot. Gut das wir zuhause noch ein paar Bücher von Nicci French vorrätig haben, denn das war bestimmt nicht mein letztes.

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#15 – #19 Bodenstein/Kirchhoff-Reihe von Nele Neuhaus

Eine unbeliebte Frau

Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben? (Quelle: Amazon)

Mordsfreunde

Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde – und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord? (Quelle: Amazon)

Tiefe Wunden

Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945… Fast 200 begeisterte Leserinnen und Leser erlebten am 22. August 2009 die Buchpremiere von ‚Tiefe Wunden‘ im Kempinski Hotel in Königsstein. Fotos der Veranstaltunge finden Sie hier. (Quelle: Amazon)

Schneewittchen muss sterben

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd. (Quelle: Amazon)

Wer Wind sät

Ein Nachtwächter stürzt zu Tode. Ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen Euro wert ist, kostet einen alten Mann das Leben. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ermitteln im Kreise von Verdächtigen, die alle vorgeblich für eine gute Sache kämpfen. Doch jeder von ihnen hat sein eigenes Motiv – nichts ist wie es scheint. Bis die Lügengebäude einstürzen. Rachsucht und Gier offenbar werden. Liebe in Hass umschlägt und Menschen büßen müssen. (Quelle: Homepage Nele Neuhaus)

Nachdem meine Frau einen Band nach dem anderen verschlungen hat, konnte ich mich den Werken von Nele Neuhaus nicht länger verschließen. Und was soll ich sagen, es erging mir genauso wie Ina. Ich habe alle bisher erschienenen 5 Bände in einem Rutsch gelesen. Ich glaube die Geschichten rund um die Fälle des Ermittlerduos Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff leben von zwei wesentliche Aspekten. Ähnlich wie andere Autoren von Romanen mit Lokalkolorit, erzeugt Nele Neuhaus durch die detaillierte Beschreibung der Umgebung, in dem die Handlung stattfindet, bei den Kennern der Gegend sofort ein „zu Hause“-Gefühl. Ich war zwar schon einmal im Taunus, kenne mich dort aber alles andere als aus. Mich fesselt wahrscheinlich eher der zweite Aspekt. In den Geschichten geht es immer um Leute wie du und ich. Selbst die Täter sind eher gewöhnlich, sodass man sich fast mit ihnen identifizieren könnte. Hier geht es nicht um durchgeknallte Psychopathen oder extrem ausgefuchste Serienmörder, es sind die einfachen Täter, die aus den üblichen Beweggründen handeln. Nele Neuhaus versteht es trotzdem die Geschichten so spannend zu erzählen, das mehr dabei herauskommt als ein 08/15 Krimi, wie man ihn regelmäßig im Vorabendprogramm einiger Fernsehsender finden kann.

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#12 – #14 Bartimäus-Trilogie von Jonathan Stroud

Das Amulett von Samarkand

Nathanael träumt von einer großen Karriere als Zauberer und begibt sich als Lehrling in die Hände des Ministers für innere Angelegenheiten. Leider ist dieser weder talentiert noch unterstützt er seinen Schützling ausreichend, sodass sich dieser heimlich im Selbststudium weiterbildet und in die Geheimnisse der Zauberei eintaucht. Trotz seiner Unerfahrenheit und seiner Ungeduld gelingt Nathanael die Beschwörung des Dschinn Bartimäus. Dieser wird ihn in seinen weiteren Abenteuern immer wieder helfen und somit seinen Aufstieg als Zauberer unterstützen.

Das Auge des Golem

Nathanaels Karriere verläuft äußerst erfolgreich. Er ist als Assistent des Ministers für innere Angelegenheiten für die Bekämpfung des Widerstandes zuständig. Diese Bewegung wird immer stärker und rekrutiert sich aus den unzufriedenen Menschen, die sich aus der Unterdrückung durch die Zauberer befreien wollen. Die Rebellen geraten schnell unter Verdacht, als in London Anschläge verübt werden, zu denen kein Täter ausgemacht werden kann. Schon bald erkennt Nathanael das ein Golem sein Unwesen treibt, der unmöglich von einem Gewöhnlichen erschaffen worden sein kann.

Die Pforte des Magiers

Nathanael ist mittlerweile zum Informationsminister aufgestiegen und hat alle Hände voll zu tun. Einerseits befindet sich England im Krieg mit England und andererseits treibt noch immer die Widerstandsbewegung ihr Unwesen. Auf der Suche nach den Drahtziehern der Rebellion stolpert Nathanael über eine Verschwörung im Ministerium deren Ausmaße sich erst langsam abzeichnen. Die Zauberer müssen befürchten nicht weniger als ihre Vormachtstellung zu verlieren.

Ich bin durch Zufall über die Bartimäus-Triologie gestolpert und habe mich von dem Klappenkommentar „Ein würdiger Nachfolger für Harry Potter“ in die Irre führen lassen. Nachdem ich alle Potter-Bände gleich nach dem Erscheinen verschlungen habe, hat mich bei Strouds Trilogie nur die reine Neugierde bei der Stange gehalten. Für meinen Geschmack ist die Geschichte einer alternativen Welt, in der die Zauberer die Gewöhnlichen beherrschen, zu einfach gestrickt. Es sind und bleiben Jugendbücher, die ich nur sehr jung gebliebenen Erwachsenen empfehlen kann.

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#11 „Verwesung“ von Simon Beckett

Der Serienkiller Jerome Monk bricht nach acht Jahren Haft aus dem Gefängnis aus und alles sieht danach aus als würde er sich an allen rächen, die da damals an seiner Verurteilung beteiligt waren. Hier kommt auch der forensische Anthropologe David Hunter ins Spiel, denn er hatte damals eine der Leichen identifiziert, nachdem sie im Moor gefunden wurde. Doch das Hauptinteresse des Mörders gilt der attraktiven Profilerin Sophie, die in einem abgelegenen Dorf eine kleine Keramikbrennerei betreibt. Eine spannende Jagd beginnt, der auch David Hunter nicht entkommen kann.

Auch wenn der Hauptakteur im neuesten Roman von Simon Beckett auf eine Zeitreise geschickt wird, muss man die anderen Bücher nicht unbedingt gelesen haben um der Handlung folgen zu können. Diesmal rückt der forensische Aspekt zu Gunsten der eigentlichen Geschichte ein wenig in den Hintergrund. Der Hauptfokus liegt eher auf den handelnden Personen. Beckett erzeugt nicht nur ein detailliertes Bild von den Personen sondern auch vom Landleben Englands. Lauter verschrobene Leute, die unter einer ständigem Nebelglocke eingeschlossen im einzigen Treffpunkt dem örtlichen Pub bei Dauerregen ihre Zeit verbringen und jeden Fremden argwöhnisch begutachten. Aber „Verwesung“ ist und bleibt in erster Linie ein Thriller, der die Auflösung erst kurz vor dem Ende offenbart und somit bis zum Schluss spannend bleibt.

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